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Hand an Hand e.V.

Unsere Zusammenarbeit mit der Kinderklinik Bethel

Prof. Dr. med. Johannes Otte, Chefarzt der Kinderklinik Bielefeld Bethel:
Die Krebserkrankung eines Kindes bedeutet einen massiven Einschnitt in das Leben der ganzen Familie. Die umfangreiche Diagnostik und die häufig sehr belastende Therapie sind für das betroffene Kind und die Familie oft schwer zu ertragen. Zwar machen die modernen Behandlungsmöglichkeiten vieles wesentlich leichter, aber die Angst und die Sorge um das kranke Kind bleibt dennoch.

In unserer Region hat sich besonders die Elterninitiative Hand an Hand für die krebskranken Kinder eingesetzt. Hand an Hand unterstützt die Kinderklinik Bethel im Betreuen der krebskranken Kinder und deren Familien. Die Elterninitiative ist auf den verschiedensten Gebieten aktiv tätig. Besonders im Bereich der psychologischen und sozialen Betreuung von Kindern und Eltern ermöglicht sie zusätzliche Therapien.

Ein Beispiel ist die Kunsttherapie, die bei kleinen Kindern mit großem Erfolg angewandt wird. Die Initiative stellt eine Form für Eltern dar, miteinander ins Gespräch zu kommen, um sich über die Krankheit und deren Schwere auszutauschen. Dieses Gefühl, "ich muss diese Bürde alleine tragen und warum gerade mein Kind", ist eine Frage, die viele Eltern belastet. Sie finden durch Hand an Hand Ansprechpartner und jemanden, der sich um sie kümmert.

Die Unterbringung von Eltern, die gerade in dieser Zeit ihren Kindern beistehen wollen, insbesondere wenn sie von weit her kommen, ist ein weiteres Problem und Anliegen des Fördervereins. Dank der Unterstützung einer breiten Öffentlichkeit und der Elterninitiative Hand an Hand Ostwestfalen-Lippe e.V. hat die pädiatrische Onkologie in der Kinderklinik Gilead/Bethel eine erhebliche Entwicklung genommen. Die Kinderklinik Bethel ist inzwischen eine der bekanntesten großen Schwerpunkt-Kliniken im Bereich der pädiatrischen Onkologie geworden.

Von den 1800 jährlich neuerkrankten Kindern in Deutschland werden etwa 60 Kinder in Bethel behandelt. Die Behandlung von diesen Kindern ist äußerst aufwändig und geschieht in der Kinderklinik, wo ein erfahrenes Team von Krankenschwestern und Ärzten für die Kinder tätig wird. Darüber hinaus, können viele der an Krebs erkrankten Kinder in der Tagesklinik der onkologischen Ambulanz behandelt werden. Die Kinderklinik Bethel beteiligt sich an allen großen nationalen und internationalen Studien, die sich mit der Behandlung von krebskranken Kindern auseinandersetzen. Somit steht sie kontinuierlich in einem engen fachlichen Austausch mit Spezialisten aus der ganzen Welt, die auf dem Gebiet der pädiatrischen Onkologie tätig sind. Dies bewirkte, dass die Behandlungserfolge in der pädiatrischen Onkologie in den letzten Jahren wesentlich verbessert werden konnten. Die Behandlungsmöglichkeiten von krebskranken Kindern in Bethel sind inzwischen auf einem auf besonders hohem Standard.

Dies alles ist nur möglich durch das hochmotivierte Team unserer Klinik und durch die Unterstützung vieler helfender Hände und eben durch die Unterstützung der Elterninitiative Hand an Hand.

 

Dr. Norbert Jorch, Oberarzt Hämatologie und Onkologie der Kinderklinik Bielefeld Bethel:
Die Krebsdiagnose im Kindesalter ist etwas Unfassbares und erfüllt alle betroffenen Familien mit Angst, doch es gibt Grund zur Hoffnung. Dank der medizinischen Fortschritte in den vergangenen 20 Jahren sind heute die allermeisten Krebserkrankungen heilbar. Der Weg der Krebstherapie ist nur für die betroffenen Kinder und Eltern ein schwerer Weg.

In der Kinderklinik der Krankenanstalten Gilead bildet die Versorgung krebskranker Kinder einen außerordentlichen Schwerpunkt. Die heimatnahe Versorgung aller krebskranken Kinder in der Region ist unser Ziel. Mit der Behandlung von jährlich ca. 50 neuerkrankten kleinen onkologischen Patienten zählt unsere Einrichtung zu den 15 größten in Deutschland.

Der Elterninitiative krebskranker Kinder Bielefeld Bethel (OWL) können wir nun schon seit Jahren vertrauen. Sie hat uns bisher nicht nur in der Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Versorgung der krebskranken Kinder erheblich unterstützt, sondern auch eine außerordentliche große Bedeutung für die Familien, die neu mit Krebsdiagnose zu uns kommen. Hier stehen die Mitglieder des Elternvereins als kompetente Ansprechpartner in den Monaten des Hoffen und Bangens der Therapie den aktuell betroffenen Eltern tatkräftig zur Seite. Neben den individuellen persönlichen Kontakten bieten verschiedene Veranstaltungen auch immer wieder die Möglichkeit zum Informationsaustausch.

Die Unterstützung des Elternvereins ist für unsere Arbeit unverzichtbar geworden. Wir danken für sein erfolgreiches Wirken und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit. Denn die betroffenen Kinder, deren Familien und wir als medizinisches Fachpersonal haben das gleiche Ziel: Die Krebserkrankung zu besiegen und die Zeit der Behandlung so erträglich wie möglich zu gestalten.