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Hand an Hand e.V.

Elterninitiative

In Deutschland erkranken rund 2200 Kinder pro Jahr an Krebs. Da es früher nicht möglich war diese Krankheit zu behandeln, starb fast jedes erkrankte Kind. In den letzten Jahren konnten durch langanhaltende Studien in einzelnen Therapiezentren und durch verbesserte medizinische Betreuung sehr große Fortschritte und Erfolge erzielt werden. Dennoch ist die Ursache für die Entstehung von Krebszellen nach wie vor weitgehend unbekannt.

  Hand an Hand e.V - Elterninitiative

Trotz der verbesserten Behandlungsmöglichkeiten durch die Medizin ist die Diagnose: "Ihr Kind hat einen bösartigen Tumor / Leukämie (Krebs)" immer noch ein tiefer Einschnitt in das Leben einer jeden Familie. Nur Betroffene wissen um die Ängste, die schlaflosen Nächte, die Zweifel – ja um das Verzweifeln in Krisensituationen während der intensiven Therapiephasen.

Der Schmerz ist einfach unbeschreiblich groß - vor allen Dingen, wenn das Kind den Kampf gegen die Krankheit letztendlich doch verliert. Die Familie muss stark genug sein, das geliebte Kind in seinen letzten Wochen und Stunden zu begleiten.

Das Bedürfnis, sich gegenseitig bei der Bewältigung der kräftezehrenden Krankheit zu unterstützen, Trost und Hilfe zu spenden und die eigene Erfahrung mit jemandem teilen zu können, der sie benötigt, war die treibende Kraft, durch die die "Elterninitiative Hand an Hand e.V." ins Leben gerufen wurde. Die langen Aufenthalte am Krankenbett der Kinder führten zu den ersten Gesprächen mit anderen Eltern. Bei abendlichen Zusammenkünften wurden Sorgen und Nöte betroffener Eltern besprochen und schließlich der Verein "Hand an Hand" gegründet.

Unsere Elterninitiative betreut die hämatologischen und onkologischen Abteilungen der Kinderklinik Bethel, die Stationen 5 und 8. Wir haben es geschafft, seit dem 01.06.1999 eine Kunst- und Ergotherapeutin (Alexandra Heinzelmann) einzustellen und diese bis heute mit einer halben Stelle zu finanzieren. In ihrer einfühlsamen Art gelingt es ihr immer wieder, Zugang zu den Kindern zu finden und sie mit einem phantasievollen Therapiekonzept in der Bewältigung ihrer Krankheit zu unterstützen.

Eine weitere willkommene Abwechslung während der langen Aufenthalte in der Kinderklinik ist der Basteltag mit Frau Lüdtke, die ihr eigenes, auch krebskrankes Kind viele Jahre begleitet hat. Sie kennt die Sorgen und Ängste der Kinder und Eltern.