Ergotherapie

Ergotherapie: Mit allen Sinnen das Leben spüren

Mit der Diagnose „Krebs“ ändert sich für die Kinder und ihre Familien schlagartig das gesamte Leben. Doch niemand ist einfach „nur“ krank oder „nur“ gesund. Darum haben wir 1999 die Ergotherapie auf der onkologischen Station etabliert, die den Kindern und Jugendlichen dabei hilft, in einem geschützten Rahmen die Krankheit einmal hinter sich zu lassen – und das Leben zu erleben.

Ziel der Ergotherapie ist es, Lebensqualität zu erhalten und zu verbessern, eine altersentsprechende Entwicklung zu fördern, die Selbstheilungskräfte zu aktivieren und inmitten des Patienten-Alltags Raum für Kreativität, Fantasie und Freude zu schaffen.

Mit verschiedenen Elementen wie therapeutischem Spielen, Entspannungs- und Ausdrucksangeboten, Tanz, Schauspiel, Gesang und Sport, Handwerkstechniken, Kochen, Feiern und vielem mehr bietet die Ergotherapie eine wertvolle Auszeit vom Kranksein.

Auch und gerade kranke Kinder und Jugendliche brauchen die Möglichkeit, ihre Bedürfnisse wahrzunehmen, ihnen nachzugehen und auf ihre ganz eigene Weise zum Ausdruck zu bringen. In der Ergotherapie besteht die Gelegenheit dazu.

Die Ergotherapie wurde seit ihrer Einführung vor 15 Jahren von HandanHand finanziert. Wir sind froh darüber, dass uns dies in gemeinsamer Anstrengung so lange geglückt ist. Darum freut es uns sehr, dass es uns nach so langer Zeit gelungen ist, die Finanzierung der Stellen für die Ergo- und Musiktherapie durch Bethel zu erwirken. Selbst die Krankenkassen erkennen immer mehr den Wert der Ergotherapie in der Behandlung und Genesung von krebserkrankten Kindern und Jugendlichen, sodass die Hoffnung besteht, dass in einigen Jahren die Ergotherapie als abrechenbare Leistung anerkannt wird.

Auch wenn dies noch ein langer Weg ist, der erste Schritt ist getan. HandanHand wird sich auch zukünftig in der Ergotherapie engagieren. Wir werden weiterhin Projekte der Therapeuten unterstützen und die Fortbildungen und Materialanschaffungen finanzieren.